Albert Riera startet als Eintracht-Trainer mit Feuerprobe gegen Union Berlin
Brunhilde JesselAlbert Riera startet als Eintracht-Trainer mit Feuerprobe gegen Union Berlin
Eintracht Frankfurt hat Albert Riera als neuen Cheftrainer verpflichtet – der Spanier übernimmt am Montag offiziell das Amt. Der Verein erhofft sich mit seiner Verpflichtung einen Neuanfang nach einer schwierigen Phase. Bei den Spielern herrscht jedoch noch Unsicherheit über seine Trainingsmethoden.
Riera wechselt vom slowenischen Klub NK Celje nach Frankfurt, wo er sich als taktischer Innovator einen Namen gemacht hat. Sein erstes Spiel auf der Bank bestreitet er am Freitag gegen Union Berlin – ein Auftakt, mit dem die Eintracht ihre Saison wenden will.
Rieras Trainerphilosophie ist tief in der spanischen Taktikschule verwurzelt. Aufgrund seines leidenschaftlichen und intensiven Stils wird er oft als "emotionaler Vulkan" beschrieben. Bei NK Celje führte er die Mannschaft im vergangenen Jahr zum Sieg im slowenischen Pokal (2023/24) und dominierte die Liga mit einem an Pep Guardiola angelehnten 4-3-3-System. Sein Team überzeugte durch schnelles Passspiel, hohen Ballbesitz und technische Präzision – ein Beweis dafür, dass er Spieler auch mit begrenzten Mitteln entwickeln kann.
Bevor er nach Frankfurt kam, arbeitete Riera beim französischen Zweitligisten Girondins Bordeaux, wo seine Amtszeit jedoch mit dem Abstieg in die vierte Liga endete. Finanzielle Probleme des Vereins verkürzten seine Zeit dort, doch die Erfahrung brachte ihm wertvolle Einblicke in die Führung eines größeren Kaders. Nun steht er vor einer neuen Herausforderung – eine, die der ehemalige Nationalspieler Mario Götze als "spannende Chance" für den Verein bezeichnet hat.
Für die Eintracht steht unter Riera zunächst nicht die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb im Fokus, sondern schlicht die Leistungssteigerung. Die Mannschaft braucht einen mentalen Reset, und seine erste Aufgabe wird sein, die Leistungen zu stabilisieren. Die Spieler müssen sich noch an seinen Stil gewöhnen, der hochintensives Pressing mit technisch anspruchsvollem Fußball verbindet.
Sein Debüt gegen Union Berlin wird die Richtung vorgeben. Die Priorität ist klar: Das Team muss wieder Tritt fassen und von dort aus Schwung aufbauen.
Rieras Ankunft bringt frische Ideen mit – aber auch offene Fragen. Seine Erfolge in Slowenien stehen im Kontrast zu den Rückschlägen in Frankreich, was bei den Frankfurt-Fans Neugier auf seine Wirkung weckt. Das Spiel gegen Union Berlin wird den ersten realen Einblick in seine Arbeitsweise geben – und zeigen, ob er die Mannschaft aus der Krise führen kann.