AfD plant radikalen Personalumbruch in Sachsen-Anhalts Verwaltung nach Wahlsieg
Helga MüllerAfD plant radikalen Personalumbruch in Sachsen-Anhalts Verwaltung nach Wahlsieg
Die rechtspopulistische AfD hat Pläne vorgelegt, mehr als 100 Spitzenbeamte auszutauschen, falls sie die anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewinnt. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund warnte, die Partei werde gegen alle Versuche vorgehen, ihre Politik aus der Verwaltung heraus zu blockieren.
Die geplanten Veränderungen würden sich nicht nur auf Regierungsministerien beschränken, sondern auch landeseigene Unternehmen und Behörden umfassen. Im Vorfeld der Wahl bestätigte Siegmund, dass zwischen 150 und 200 Führungspositionen betroffen sein könnten. Dazu zählen Ministerposten, Staatssekretäre sowie leitende Funktionen in anderen öffentlichen Einrichtungen. Die AfD beabsichtigt zudem, im Rahmen ihrer Reformen bestimmte Landesbehörden abzuschaffen – etwa die Energiebehörde.
Siegmund betonte, die Partei werde keinen Widerstand aus den Reihen der Beamten dulden. Er machte deutlich, dass jeder Versuch, die AfD-Politik zu behindern, mit entschlossenem Durchgreifen beantwortet werde. Die Umstrukturierung richte sich nicht nur gegen Spitzenkräfte, sondern auch gegen Führungspersonal der mittleren Ebene in der gesamten Landesverwaltung.
Sollte die AfD die Wahl gewinnen, würden ihre Vorhaben einen tiefgreifenden Wandel im öffentlichen Sektor Sachsen-Anhalts einleiten. Hunderte Spitzenpositionen könnten neu besetzt, einige Landesbehörden sogar abgeschafft werden. Die Haltung der Partei deutet auf einen konsequenten Kurs hin, um im Falle eines Wahlsiegs die eigene Agenda durchzusetzen.
