Abschied vom Wiesbadener Thalia-Kino nach 35 Jahren Filmgeschichte
Abschied vom Wiesbadener Thalia-Kino nach 35 Jahren Filmgeschichte
Das Thalia/Hollywood-Kino in Wiesbaden schließt nach über 35 Jahren seine Türen
Nach mehr als 35 Jahren Betrieb hat das Thalia/Hollywood-Kino in Wiesbaden seine Pforten für immer geschlossen. Die letzte Vorführung fand am Mittwoch statt – damit endet die Ära eines Hauses, das in seiner Geschichte über 4,5 Millionen Besucher begrüßte. Über die Schließung berichtete erstmals der Wiesbadener Kurier.
Die Entscheidung für die Schließung des Kinos steht im Zusammenhang mit den anhaltenden Schwierigkeiten traditioneller Lichtspielhäuser. Die Folgen der COVID-19-Pandemie haben die Zuschauerzahlen deutlich sinken lassen und so zur finanziellen Belastung des Betreibers beigetragen. Zudem spielen veränderte Konsumgewohnheiten eine Rolle: Immer weniger Menschen besuchen regelmäßig Kinos.
Das Thalia/Hollywood gehörte zur Filmtheaterbetriebe Ewert, einer Tochtergesellschaft der Cineplex-Gruppe. Es verfügte über zwei Säle mit insgesamt 786 Plätzen. Trotz seiner langen Tradition konnte das Kino unter den aktuellen Marktbedingungen nicht weiterbetrieben werden. Die Cineplex-Gruppe wird in Wiesbaden jedoch zwei weitere Häuser weiterführen: die Arkaden in der Bleichstraße mit 535 Plätzen und das Apollo Center in der Moritzstraße mit 656 Plätzen. Unklar bleibt, welches Unternehmen die übrigen Kinos in der Stadt betreibt.
Mit der Schließung des Thalia/Hollywood verliert Wiesbaden eine langjährige Kulturinstitution. Zwar bleiben die beiden anderen Standorte der Cineplex-Gruppe geöffnet, doch der Verlust spiegelt die Herausforderungen wider, vor denen die gesamte Kinobranche steht. Über die künftige Nutzung des Gebäudes wurde bisher nichts bekannt.
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