08 June 2026, 08:20

30.000 Radfahrer blockieren Berlins Straßen bei der ADFC-Sternfahrt für bessere Infrastruktur

30.000 Menschen bei Fahrrad-Demonstration

30.000 Radfahrer blockieren Berlins Straßen bei der ADFC-Sternfahrt für bessere Infrastruktur

Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer haben am Sonntag die Straßen Berlins für die jährliche Sternfahrt in Beschlag genommen. Die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierte Veranstaltung führte zu temporären Straßensperrungen, während die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Richtung Stadtzentrum strömten. Autofahrer mussten Umleitungen in Kauf nehmen, während die Radler bessere Bedingungen für den Radverkehr forderten.

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Die Sternfahrt ist seit langem ein Protest für eine bessere Radinfrastruktur. Jährlich meldet der ADFC die Aktion an, sodass Radfahrer für wenige Stunden selbst Straßenabschnitte – teils sogar Teile von Autobahnen – nutzen dürfen. Diesmal führten rund 20 Routen zum Großen Stern und zur Siegessäule.

Viele machten sich bereits in Brandenburg oder am Berliner Stadtrand auf den Weg, um sich dem großen Tross in die Hauptstadt anzuschließen. Marlene Alber, Verkehrspolitische Referentin des ADFC Berlin, nutzte die Gelegenheit, um auf Missstände hinzuweisen. Sie forderte mehr Mittel für Radverkehrsprojekte und ein Ende der Kürzungen bei der Infrastruktur. Sichere Radwege müssten, so ihre Argumentation, endlich Priorität in der Verkehrspolitik erhalten.

Seit Jahrzehnten dient die Sternfahrt als zentrale Plattform für die Kampagnen des ADFC. Durch die zeitweise Sperrung von Straßen machen die Organisatoren auf den dringenden Bedarf an dauerhaften Verbesserungen aufmerksam. Die hohe Teilnehmerzahl in diesem Jahr unterstrich die Botschaft: Der Radverkehr muss in der Stadtplanung endlich ernst genommen werden.

Die Aktion sorgte zwar für Verkehrseinschränkungen, bot den Radfahrern aber die seltene Chance, große Straßen zu besetzen. Die Forderungen des ADFC nach einem Ausbau der Infrastruktur und sicheren Radwegen setzen nun die lokalen Behörden unter Druck. Mit 30.000 Teilnehmenden machte der Protest deutlich: Die Forderung nach Veränderung ist nicht mehr zu überhören.

Quelle