28 March 2026, 16:22

100 Jahre altes Schulgeländer löst teure Sicherheitsaktion in Frankfurt aus

Eingang zu einem Backsteingebäude mit gelbem Absperrband, Treppe mit Maschendrahtzaun, eine Tür mit Papieren, eine hängende Lampe und ein Name an der Wand.

100 Jahre altes Schulgeländer löst teure Sicherheitsaktion in Frankfurt aus

Ein hundert Jahre altes Geländer an der Frauenhofschule in Frankfurt löst teure Sicherheitsmaßnahme aus

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Ein seit einem Jahrhundert vorhandenes Treppengeländer an der Frankfurter Frauenhofschule hat eine kostspielige Sicherheitsaktion ausgelöst. Da das Geländer mit sieben Zentimetern zu niedrig die aktuellen Sicherheitsvorschriften nicht erfüllt, wurden zwölf Sicherheitskräfte im Treppenhaus postiert. Die Maßnahme überrascht die Schulmitarbeiter, die die Notwendigkeit eines solchen Aufwands infrage stellen.

Das Geländer der Frauenhofschule entspricht nicht der in den Muster-Richtlinien für Schulbauten von 2009 festgelegten Mindesthöhe von 1,10 Metern. Obwohl es ein Jahrhundert lang ohne gemeldete Vorfälle in Gebrauch war, stuften die Behörden es als unsicher ein. Seit Montag überwachen zwölf Sicherheitskräfte rund um die Uhr den Treppenbereich.

Bei einem für diesen Montag anberaumten Ortstermin soll über das weitere Vorgehen entschieden werden. Die Aktion, die pro Woche brutto etwa 13.700 Euro kostet, wird voraussichtlich noch zwei bis vier Wochen andauern. Selbst in den Osterferien bleiben die Wachen im Einsatz – wenn auch zu reduzierten Kosten, da dann weniger Schüler anwesend sind.

Solmaz Heidlindemann, kommissarische Schulleiterin der Frauenhofschule, zeigte sich überrascht von der Entscheidung. Sie schlug vor, eine einfache Reparatur hätte das Geländer sichern können, und hinterfragte den Bedarf an einem derartigen Sicherheitsaufwand. Die Stadt sei jedoch rechtlich verpflichtet, die Sicherheitsbestimmungen einzuhalten, erklärte das Amt für Bildung und Immobilien.

Die Sicherheitsmaßnahme wird noch wochenlang andauern und Kosten in Höhe von Zehntausenden Euro verursachen. Eine dauerhafte Lösung für das Geländer steht weiterhin zur Debatte. Der Fall zeigt, wie die strikte Einhaltung von Sicherheitsvorgaben zu unerwarteten und teuren Konsequenzen führen kann.

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