08 June 2026, 10:20

100.000-Euro-Strafe für Meta: Facebook ignorierte Löschanordnung gegen falsche Soldaten-Vorwürfe

Strafe von 100.000 Euro

100.000-Euro-Strafe für Meta: Facebook ignorierte Löschanordnung gegen falsche Soldaten-Vorwürfe

Meta zu 100.000 Euro Strafe verurteilt: Facebook löschte falsche Vorwürfe gegen Soldaten nicht

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Das Landgericht Frankfurt hat den Tech-Konzern Meta zu einer Strafe von 100.000 Euro verurteilt, weil das Unternehmen falsche Behauptungen über einen Soldaten nicht von Facebook entfernte. Das Urteil vom 28. Mai 2026 erging nach wiederholten Warnungen und einem Gerichtsbeschluss, den Meta mehr als zwei Wochen lang ignoriert hatte.

Auslöser des Verfahrens war die Verbreitung ehrenrühriger Aussagen über einen im Gazastreifen eingesetzten Soldaten auf der Plattform. Der betroffene Soldat leitete daraufhin rechtliche Schritte ein. Das Gericht ordnete bereits am 23. März 2026 an, die falschen Beiträge zu löschen. Da der Inhalt jedoch weiterhin online blieb, beantragte das juristische Team des Soldaten am 8. und 10. April ein Ordnungsgeld wegen Missachtung der Anordnung. Die Richter stellten später fest, dass die Verzögerung von 15 bis 17 Tagen durch Meta inakzeptabel war – insbesondere angesichts der Schwere der Vorwürfe.

Interne Probleme bei Meta, darunter Sprachbarrieren und bürokratische Verzögerungen, verschärften die Situation zusätzlich. Das Gericht urteilte, diese Versäumnisse zeigten systemische Nachlässigkeit und mangelnde Rücksicht auf die Schäden, die durch falsche Online-Aussagen entstehen können. Die Strafe in Höhe von 100.000 Euro soll daher die wiederholte Nichtbefolgung der Anordnungen durch das Unternehmen widerspiegeln.

Die Entscheidung vom 28. Mai 2026 ist noch nicht rechtskräftig. Meta hat zwei Wochen Zeit, um gegebenenfalls sofortige Beschwerde einzulegen und das Urteil anzufechten.

Der Fall unterstreicht die rechtlichen Konsequenzen, wenn Plattformen Gerichtsbeschlüsse zur Entfernung schädlicher Inhalte ignorieren. Künftig drohen Meta finanzielle Sanktionen, sofern das Unternehmen nicht strengere Maßnahmen zur Einhaltung von Löschanforderungen ergreift. Der juristische Erfolg des Soldaten setzt ein Zeichen für die Verantwortung von Social-Media-Plattformen im Umgang mit verleumderischen Inhalten.

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